Was umfasst Kardiologie und Gefäßheilkunde in Lübeck?
Kardiologie und Gefäßheilkunde decken gemeinsam das gesamte Spektrum der Herz-Kreislauf-Medizin ab. Die Kardiologie untersucht und behandelt Erkrankungen des Herzens wie koronare Herzkrankheit, Herzschwäche und Herzrhythmusstörungen. Die Angiologie – die Lehre von den Blutgefäßen – ergänzt dieses Feld um die Diagnostik von Arterien, Venen und Lymphgefäßen. Laut dem Deutschen Zentrum für Herz-Kreislauf-Forschung (DZHK)1 sind frühzeitige Prävention und konsequente Behandlung entscheidend, um schwere Folgen wie Herzinfarkt oder Schlaganfall zu vermeiden.
Beide Fachgebiete teilen dieselben Risikofaktoren: Bluthochdruck, erhöhte Cholesterinwerte, Diabetes und Nikotinkonsum schädigen Herz und Gefäße gleichermaßen. Deshalb ist es medizinisch sinnvoll, herzmedizinische und angiologische Diagnostik aus einer Hand anzubieten. In der Praxis Dr. Deseniß in Lübeck wird ein solcher integrativer Ansatz angeboten. Patienten erhalten dort eine ganzheitliche Betreuung, bei der kein Symptom isoliert betrachtet wird, sondern stets im Zusammenhang mit der gesamten Herz-Kreislauf-Gesundheit. Zu den wichtigsten Leistungsbereichen gehören:
- Kardiologische Diagnostik: Echokardiografie, Belastungs-EKG, Stressechokardiografie und Langzeit-EKG ermöglichen eine präzise Beurteilung der Herzfunktion, der Klappenbeweglichkeit und möglicher Rhythmusstörungen – schmerzfrei und ohne Strahlenbelastung.
- Gefäßdiagnostik und Duplexsonografie: Die farbkodierte Duplexsonografie macht Verengungen und Ablagerungen in Halsschlagadern, Beinarterien und Beinvenen sichtbar. Ergänzend liefert die Lichtrheografie Informationen über die Venenfunktion der unteren Extremitäten.
- Prävention und Vorsorge: Individuelle Gefäßchecks, Risikofaktorenanalysen und Vorsorgeuntersuchungen helfen, Erkrankungen zu erkennen, bevor sie gefährlich werden. Vorbeugung ist der wirksamste Schutz vor Herzinfarkt und Schlaganfall.
- Herzschrittmacher- und ICD-Nachsorge: Regelmäßige Kontrollen der implantierten Geräte stellen sicher, dass Herzschrittmacher und Defibrillatoren korrekt arbeiten und optimal auf die Bedürfnisse des Patienten eingestellt sind.
- Langzeit-Blutdruckmessung: Eine 24-Stunden-Messung bildet auch nächtliche Werte und belastungsbedingte Schwankungen ab, die bei der Therapiesteuerung von Bluthochdruck eine wichtige Rolle spielen.
Ab welchem Alter sollte man einen Kardiologen aufsuchen?
Ein festes Mindestalter für den ersten kardiologischen Check-up gibt es nicht – entscheidend ist das individuelle Risikoprofil. Ab dem 50. Lebensjahr nimmt das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen spürbar zu. Der gesetzliche Gesundheits-Check-up steht Versicherten ab 35 Jahren alle drei Jahre zu2. Im Gesetzentwurf zum Gesundes-Herz-Gesetz wird darüber hinaus eine Erweiterung der altersgestuften Vorsorge angestrebt.
Wer in der Familie Fälle von Herzinfarkt, Schlaganfall oder plötzlichem Herztod hat, sollte sich bereits ab dem 35. Bis 40. Lebensjahr untersuchen lassen. Ein Kardiologe in Lübeck kann mithilfe von EKG, Echokardiografie und Blutdruckmessung schnell feststellen, ob Handlungsbedarf besteht. Für die Gefäßgesundheit empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Gefäßchirurgie ein Ultraschall-Screening der Bauchschlagader bei Männern ab 65 Jahren. In folgenden Situationen ist ein Besuch ratsam:
- Familiäre Vorbelastung: Herzinfarkt oder Schlaganfall bei Eltern oder Geschwistern vor dem 60. Lebensjahr erhöht das eigene Risiko erheblich. Eine frühzeitige Vorsorge kann verborgene Risikofaktoren wie eine familiäre Hypercholesterinämie aufdecken.
- Mehrere Risikofaktoren: Bluthochdruck, erhöhtes Cholesterin, Diabetes, Übergewicht oder Nikotinkonsum – wer mehrere dieser Faktoren vereint, sollte unabhängig vom Alter eine fachärztliche Untersuchung wahrnehmen. Die Kombination potenziert das Gesamtrisiko überproportional.
- Sportliche Belastung: Leistungssportler oder Wiedereinsteiger nach längerer Pause profitieren von einem Belastungs-EKG, um Herzmuskelentzündungen oder stumme Durchblutungsstörungen vor Trainingsbeginn auszuschließen.
- Nach kardialen Ereignissen: Nach Herzinfarkt, Bypass-Operation oder Schrittmacher-Implantation ist eine regelmäßige Nachsorge unverzichtbar, um die medikamentöse Therapie anzupassen und Komplikationen zu vermeiden.
Welche Symptome deuten auf eine Herzerkrankung hin?

Brustschmerzen, Atemnot bei Belastung, Herzstolpern und geschwollene Beine sind die häufigsten Warnsignale für eine Herzerkrankung. Laut Robert Koch-Institut (RKI) 3 verlaufen viele Herz-Kreislauf-Erkrankungen jedoch über Jahre symptomfrei – Bluthochdruck und koronare Herzerkrankung schädigen das Herz oft schleichend, ohne dass Betroffene etwas bemerken.
Genau deshalb ist die regelmäßige Vorsorge so bedeutsam: Ein erfahrener Kardiologe in Lübeck kann mithilfe moderner Diagnostik wie Echokardiografie und Belastungs-EKG auch stumme Verläufe zuverlässig aufspüren. Wichtig: Bei plötzlichen, starken Brustschmerzen mit Ausstrahlung in Arm, Kiefer oder Oberbauch sollte sofort der Notruf 112 gewählt werden. Die folgenden Symptome erfordern eine zeitnahe fachärztliche Abklärung:
- Brustschmerzen und Engegefühl: Ein drückendes oder brennendes Gefühl hinter dem Brustbein, besonders bei körperlicher Anstrengung, kann auf eine Verengung der Herzkranzgefäße hindeuten und erfordert eine fachärztliche Untersuchung.
- Atemnot und Leistungsabfall: Kurzatmigkeit bei Belastung oder in Ruhe, nächtliches Aufwachen mit Atemnot oder die Notwendigkeit, mit erhöhtem Oberkörper zu schlafen, sind mögliche Zeichen einer Herzschwäche, bei der das Herz den Körper nicht mehr ausreichend versorgen kann.
- Herzrhythmusstörungen: Herzstolpern, unregelmäßiger Puls, Schwindelgefühle und kurze Bewusstlosigkeit können mit Vorhofflimmern oder ventrikulären Extraschlägen zusammenhängen und erhöhen langfristig das Schlaganfallrisiko.
- Geschwollene Beine: Wassereinlagerungen in Beinen und Knöcheln deuten darauf hin, dass das Herz nicht ausreichend Blut pumpt. Aber auch Venenerkrankungen kommen als Ursache infrage – die Gefäßheilkunde kann hier eine genaue Differenzierung vornehmen.
Ist ein Ultraschall der Halsschlagader sinnvoll?

Ein Ultraschall der Halsschlagader ist eine der wichtigsten diagnostischen Untersuchungen in der Gefäßheilkunde, insbesondere bei Patienten mit erhöhtem kardiovaskulärem Risiko. Die Untersuchung ist schmerzfrei, dauert wenige Minuten und erkennt Verengungen, die ohne Bildgebung oft unentdeckt bleiben. Die Deutsche Herzstiftung 4 sieht in einer verbesserten Früherkennung einen wichtigen Baustein zur Senkung der kardiovaskulären Sterblichkeit.
Besonders sinnvoll ist die Untersuchung für Menschen mit Bluthochdruck, erhöhten Blutfettwerten, Diabetes oder Nikotinkonsum. Auch Patienten, die in der Kardiologie wegen einer koronaren Herzerkrankung behandelt werden, profitieren, da die Atherosklerose mehrere Gefäßgebiete gleichzeitig betrifft. Weiche, lipidreiche Plaques gelten als besonders gefährlich, weil sie leichter aufbrechen und einen Schlaganfall auslösen können. Harte, verkalkte Ablagerungen sind stabiler, können aber den Blutfluss erheblich einschränken.
Die Duplexsonografie zeigt den Grad der Verengung und die Beschaffenheit der Ablagerungen:
| Befundstufe | Verengungsgrad | Bedeutung | Empfohlene Maßnahme |
|---|---|---|---|
| Unauffällig | 0–20 % | Keine relevante Verengung, normale Gefäßwand | Kontrollintervall abhängig vom individuellen Risikoprofil |
| Leichte Plaques | 20–50 % | Beginnende Ablagerungen, kein Strömungshindernis | Risikofaktoren konsequent behandeln, Kontrollintervall abhängig vom Befund |
| Moderate Stenose | 50–70 % | Strömungsrelevante Verengung, erhöhtes Risiko | Engmaschige Überwachung, medikamentöse Intensivierung |
| Hochgradige Stenose | 70–99 % | Akute Schlaganfallgefahr | Überweisung an Gefäßzentrum, OP-Indikation prüfen |
Wie lässt sich das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen senken?
Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind laut RKI3 für rund 40 Prozent aller Todesfälle in Deutschland verantwortlich. Durch gezielte Prävention lässt sich das persönliche Risiko jedoch erheblich senken. Die Kardiologie unterscheidet zwischen Primärprävention für noch gesunde Menschen und Sekundärprävention nach einem bereits eingetretenen Ereignis wie Herzinfarkt oder Schlaganfall.
Die Primärprävention setzt bei beeinflussbaren Risikofaktoren an: Bluthochdruck, erhöhte Blutfette, Diabetes, Übergewicht, Nikotin und Bewegungsmangel. Bereits 150 Minuten moderate Bewegung pro Woche senken das Risiko nachweislich. Lebensstiländerungen wie Rauchverzicht, herzgesunde Ernährung und Stressreduktion bilden das Fundament jeder erfolgreichen Prävention in der Kardiologie. Die ESC-Leitlinie zur kardiovaskulären Prävention (2021)5 stuft die Zielwerte nach individuellem Risiko ab – je höher das Risiko, desto strenger die Vorgaben.
Die folgende Tabelle zeigt Orientierungswerte nach Risikoklasse:
| Risikofaktor | Moderates Risiko | Hohes Risiko | Sehr hohes Risiko |
|---|---|---|---|
| LDL-Cholesterin5 | < 100 mg/dl | < 70 mg/dl | < 55 mg/dl |
| HDL-Cholesterin | > 40 mg/dl | > 40 mg/dl | > 40 mg/dl |
| Triglyceride | < 150 mg/dl | < 150 mg/dl | < 150 mg/dl |
| Blutdruck5 | < 140/90 mmHg | 120–130 mmHg systolisch | Individuell je nach Alter/Komorbidität |
| BMI (Körpergewicht) | 18,5–25 kg/m² | 18,5–25 kg/m² | 18,5–25 kg/m² |
| Nikotin | Rauchstopp | Rauchstopp | Rauchstopp |
| Bewegung | ≥ 150 Min./Woche moderat | ≥ 150 Min./Woche moderat | ≥ 150 Min./Woche moderat |
Warum hängen Kardiologie und Angiologie so eng zusammen?

Kardiologie und Gefäßheilkunde ergänzen sich, weil Atherosklerose eine systemische Erkrankung ist: Die fortschreitende Verkalkung betrifft niemals nur ein einzelnes Gefäßgebiet, sondern das gesamte Blutgefäßsystem. Wer Verengungen an den Herzkranzgefäßen hat, trägt häufig auch Veränderungen an Halsschlagadern, Beinarterien oder der Bauchschlagader.
Die kombinierte Expertise beider Fachgebiete ermöglicht ein umfassendes Risikoprofil, das weit über die rein herzmedizinische Betrachtung hinausgeht. Die Angiologie liefert wichtige Zusatzinformationen, die in die kardiologische Therapieplanung einfließen. In der Praxis Dr. Deseniß in Lübeck werden beide Fachrichtungen von erfahrenen Fachärzten abgedeckt. Die Vorteile dieser Kombination auf einen Blick:
- Ganzheitliches Risikoprofil: Bei einer Untersuchung werden nicht nur Herz, sondern parallel auch Halsschlagadern, Nierenarterien und Beingefäße beurteilt. So entstehen keine diagnostischen Lücken zwischen den Fachgebieten.
- Effiziente Diagnostik: Patienten müssen nicht zwischen verschiedenen Fachpraxen wechseln. Herzmedizinische und angiologische Befunde werden direkt aufeinander abgestimmt und gemeinsam bewertet.
- Leitliniengerechte Therapie: Regelmäßige Weiterbildungen und eine enge Kommunikation mit Haus- und Fachärzten sichern eine hohe Versorgungsqualität nach aktuellem medizinischen Standard.
- Barrierefreie Erreichbarkeit: Die rollstuhlgerechte Praxis in der Ratzeburger Allee bietet Parkplätze in unmittelbarer Nähe, ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut erreichbar und empfängt Patienten unter 0451-71175.
Häufige Fragen (FAQ)
Brauche ich eine Überweisung für den Kardiologen in Lübeck?
Eine Überweisung vom Hausarzt ist oft hilfreich und wird von vielen Praxen gewünscht, aber nicht in jedem Fall zwingend erforderlich. Privatversicherte und Selbstzahler können direkt einen Termin vereinbaren. Termine in der Praxis für Innere Medizin Dr. Deseniß und Dr. Fatum in Lübeck unter 0451-71175.
Wie oft sollte man zur Herzvorsorge gehen?
Der gesetzliche Gesundheits-Check-up steht ab 35 Jahren alle drei Jahre zu. Die Häufigkeit kardiologischer Kontrollen richtet sich nach dem individuellen Risikoprofil. Bei Risikofaktoren oder nach einem kardialen Ereignis empfiehlt die Kardiologie jährliche Kontrollen.
Übernimmt die Krankenkasse den Gefäßultraschall?
Ein Ultraschall der Halsschlagader wird bei medizinischer Indikation von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Als reine Vorsorge ohne Beschwerden kann die Untersuchung als IgeL-Leistung durchgeführt werden.
Welche Unterlagen sollte man zum Termin mitbringen?
Bringen Sie Ihren aktuellen Medikamentenplan, wichtige Vorbefunde und gegebenenfalls die Überweisung Ihres Hausarztes mit. So können alle Untersuchungsergebnisse optimal ausgewertet werden.
Fazit
Herz und Gefäße bilden ein untrennbares System – und genau deshalb ist die Kombination aus Herzmedizin und Angiologie der beste Schutz vor schwerwiegenden Erkrankungen. Von der Früherkennung über die gezielte Diagnostik bis zur langfristigen Therapiebegleitung profitieren Patienten von einem ganzheitlichen Ansatz. Wer Risikofaktoren wie Bluthochdruck, erhöhte Blutfettwerte oder eine familiäre Vorbelastung mitbringt, sollte die Vorsorge nicht aufschieben. Die Praxis Dr. med. Volker Deseniß in der Ratzeburger Allee 14b in Lübeck vereint Kardiologie und Angiologie unter einem Dach und bietet leitliniengerechte Diagnostik und Therapie auf aktuellem Stand der Medizin.





